Was uns am meisten fehlt

24. Mai 2019 | Gundula Schielicke

… ist Vertrauen. Vertrauen entsteht, wenn ich bekomme, was ich brauche. Denn ich kann nur leben, wenn ich bekomme, was ich brauche.

„Ich vertraue dir.“ heißt: Ich kann mich auf dich verlassen, dass du für mich da bist, wenn ich dich brauche. Dass du dazu beiträgst, dass es mir gut geht. Dass du mir hilfst, das zu bekommen, was ich brauche. Natürlich ist es auch wichtig, sich selbst zu vertrauen, sich selbst zu unterstützen, so dass es einem gut gehen kann.

Unsere Erfahrungen sind aber leider andere. Statt Vertrauen bestimmt Misstrauen unser Leben. Wir wurden allein gelassen. Viele von uns wurden besonders allein gelassen. Es war anderen egal, ob es uns gut ging oder nicht. Oder noch schlimmer: andere haben dafür gesorgt, dass es uns nicht gut ging. So haben wir gelernt, dass wir alles allein schaffen müssen. Und wenn mir keiner hilft, helfe ich anderen auch nicht. Du musst es allein schaffen. Ich mache es ja auch. Es gibt Menschen, die ihr Leben sozusagen allein schaffen. Die sich mit Egoismus und Arroganz erkämpfen, was sie brauchen. Denen es egal ist, was und wen sie niedertrampeln. Es gibt aber auch Menschen, denen Egoismus fremd ist. Die nicht kämpfen können. Die es nicht wollen. Weil sie spüren, dass das nicht gut, nicht natürlich ist.

Das Natürlichste der Welt ging so nämlich verloren. Unsere Verbindung miteinander. Unsere Abhängigkeit voneinander. In einem ganz positiven Sinne. Wir sind voneinander abhängig. Allein können wir nicht leben. Nicht überleben. Wir alle sind ein großer Organismus. Jeder hat seine Aufgabe darin. Jeder hat Fähigkeiten, die er besonders gut kann. Das gibt uns unsere Aufgabe im Leben. Wenn jeder seine Aufgabe erfüllt, kann unser Organismus Menschheit gut leben.

Wenn … Unserem Organismus Menschheit geht es gar nicht gut. Ging es noch nie wirklich gut. Weil wir nicht miteinander, sondern gegeneinander leben. Weil wir unsere besonderen Fähigkeiten nicht zeigen dürfen. Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber das ist nunmal die Tragik unseres Lebens. Die nicht gottgegeben ist, sondern menschengemacht. Und damit veränderbar. Wir wollen schon auch Veränderung. Es tut sich da jetzt gerade eine Menge. Aber wir sehen nicht tief genug. Wir machen nur wieder Krawall – gegeneinander. Super. Unser Misstrauen gegeneinander ist nach wie vor da. Damit säen wir Kampf. Damit ändern wir gar nichts. Höchstens die Oberfläche. Unser Organismus Menschheit kann nach wie vor nicht atmen, nicht leben und die einzelnen, die vereinzelten Menschen leben mehr schlecht als recht.

Vertrauen in das Leben, in uns selbst und unsere Mitmenschen bekommen wir so nicht. Wie auch? Jeder kämpft nach wie vor für sich allein. Jeder leidet für sich allein. Wobei wir durchaus eben auch gemeinsam kämpfen und leiden. Besonders effektive Problemlösungsstrategien sind das allerdings nicht. Wenn wir mal nach rechts und links gucken würden (und das ist nicht politisch gemeint), würden wir festellen, dass es Menschen gibt, die uns uns bislang unbekannte Strategien beibringen können. Ich bin einer von ihnen. Ich bin da, um euch zu helfen, wo ihr allein nicht weiterkommt. Wo ihr in euren Problemen festhakt. Auf dem Weg aus unseren Problemen lernen wir, unser Misstrauen wieder in Vertrauen umzuwandeln.

Aber da tut sich gleich das nächste Problem auf. Wir sind es eben nicht gewöhnt, dass es andere Menschen gut mit uns meinen, dass sie uns wirklich helfen wollen. Dass ihnen daran liegt, dass es uns gut geht. Wir müssen lernen, uns helfen zu lassen. Wir müssen dafür unseren Starrsinn aufgeben. Wir müssen uns für die Möglichkeit öffnen, Hilfe von anderen zu bekommen. Wir schrecken ebenso zurück, wenn uns jemand deutlich macht, dass er/sie uns braucht. Bloß keine Verbindlichkeiten. Keine Abhängigkeiten. Du hast das allein zu schaffen. Da ist er wieder, unser Starrsinn. Auch: unsere Lieblosigkeit. Auch: unsere Angst vor der Verbindung mit dem anderen, vor dem Einlassen auf die Welt des anderen.

Für mich ist es normal, dass man einander hilft, füreinander da ist. Niemand ist perfekt und Fehler sind kein Drama. Wir machen nur eins draus. Wie wir aus allem eins machen. Wir alle gemeinsam sind perfekt. Jeder leistet seinen Teil dazu. Jeder hat seine speziellen Fähigkeiten. So funktioniert die Natur. Das ist natürlich. Das natürliche Wirken auch unseres Organismus Menschheit.

Vor kurzem habe ich etwas gefunden, das ich Glücksformel nenne, weil wir so glücklich leben können. Als Hilfestellung für unsere Veränderung. Sie lautet:

Ich liebe und unterstütze mich selbst und mein Selbst liebt und unterstützt mich.
Ich liebe und unterstütze das Leben und das Leben liebt und unterstützt mich.
Ich liebe und unterstütze  … und … liebt und unterstützt mich. (spezielle Menschen, die wichtig für uns sind)
Ich liebe und unterstütze die Menschen und die Menschen lieben und unterstützen mich.

Damit ist die Balance des Lebens beachtet. Aber bitte keine ängstliche, zweifelnde Liebe und keine narzisstische Liebe, sonst wird aus unserer Selbstliebe eine egoistische Selbstverliebtheit. Diese trennt uns von den anderen Menschen. Wir brauchen die Liebe aus offenem Herzen.

Diese Formel kann als Affirmation verwendet werden oder auch als Mantra bei der Meditation. Zu Übungszwecken können die Sätze auch getrennt werden.

Ganz wichtig: Wenn unangenehme Gefühle und Gedanken hochkommen, nicht verdrängen, sondern bearbeiten. Nur was weg ist, belastet uns nicht mehr. Was nicht weg ist, unterstützt die egoistische Selbstverliebtheit.

Wenn genügend Menschen in diesem emotionalen Zustand leben, dann können wir auch unsere gesellschaftlichen Probleme lebensfördernd lösen. Weil uns dann nichts mehr fehlt.

© 2019 Gundula Schielicke, Lehrerin für die Transformation von Herz und Verstand

Ich unterstütze mit meiner Arbeit Menschen, die in ihre eigene Kraft kommen möchten, um so ein erfülltes Leben im inneren Gleichgewicht führen zu können und die bereit sind, dafür in sich selbst etwas zu verändern. Ich freue mich darauf, dir mit Beratung, Coaching, meinem Onlinekurs NEUSTART und energetischem Heilen dabei zu helfen. Oder auch mit meinem Buch. Innerer Frieden ermöglicht äußeren Frieden.


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