Der Weg von unserem herzlosen zu einem herzlichen Miteinander führt über … BEWUSSTHEIT

29. September 2016 | Gundula Schielicke

Uns als Menschen zeichnet es aus, über Bewusstsein zu verfügen. Wir wissen, dass wir leben und dass wir wir sind. Aber abgesehen davon leben wir auf unbewusster Ebene, weil wir auf der Grundlage unserer Stressreaktionen von Kampf und Flucht reagieren und agieren. Dieses Verhalten ist reflexartig. Wir denken darüber nicht nach, wir handeln einfach. „Erst denken, dann handeln“ – wir wissen das, aber wir tun es eher selten. Wir haben noch nicht genügend Bewusstheit entwickelt.

Aber selbst, wenn wir uns doch einmal Zeit zum Nachdenken nehmen, tun wir das auf der Grundlage von Kampf und Flucht. Dieses Verhalten ist tief in uns eingebrannt. Es ist unser evolutionäres Erbe. Eine Erklärung ist bekannt: Als wir noch in unseren Höhlen saßen, mussten wir ganz schnell handeln, wenn uns der Säbelzahntiger bedrohte. Da war keine Zeit zum Philosophieren. Außerdem waren wir da auch erst am Anfang unserer Denkentwicklung. Unser Denken hat sich bis heute weiterentwickelt. Unsere Gefühle allerdings noch nicht. Sie halten uns gefangen in unseren begrenzten Reaktionen.

So wirtschaften wir unsere Erde sehenden Auges herunter und glauben, uns aus der Verantwortung für den Erhalt der Erde herauskaufen zu können. Wir fliegen zu den Sternen, aber wir schaffen es nicht, dass alle Menschen auf dieser Welt menschenwürdig leben und liebevoll miteinander umgehen können. Artgerechte Haltung – das sollten wir zunächst einmal für uns selbst einfordern. Wenn wir es uns selbst zugestehen können, können wir es auch anderen Lebewesen zugestehen. Andersherum betrachtet wissen wir jetzt, warum wir Schwierigkeiten haben, unseren Tieren eine artgerechte Haltung zukommen zu lassen.

Klarheit führt zu Bewusstheit. Je klarer wir die Dinge des Lebens wahrnehmen können, desto bewusster werden sie uns. Je bewusster sie uns werden, desto klarer können wir über sie nachdenken und uns überlegen, wie wir anders mit ihnen umgehen können. Wir sehen klar und bewusst das Leben, das wir führen. Wir können uns ebenso darüber bewusst werden, was für ein Leben wir eigentlich leben möchten. Wir können uns dann überlegen, was wir tun sollten, damit wir dieses Leben erreichen.

Solange wir reflexartig unsere Kampf- und Fluchthandlungen ausführen, leben wir unbewusst. Wenn wir beginnen, unser Verhalten zu beobachten und zu hinterfragen, beginnen wir, bewusst zu leben. Wir gelangen so zunehmend in die Lage, unsere Handlungen bewusst zu steuern und für uns selbst und die anderen Menschen wie auch für die anderen Lebewesen einschließlich unserer Erde angenehmer zu gestalten.

Bist du bereit, dein Verhalten zu beobachten und zu hinterfragen?

© 2016 Gundula Schielicke, Transformationscoach

Ich unterstütze mit meiner Arbeit Menschen, die in ihre eigene Kraft kommen möchten, um so ein erfülltes Leben im inneren Gleichgewicht führen zu können und die bereit sind, dafür sich selbst zu verändern. Ich freue mich darauf, dir mit Beratung, Coaching und meinem Onlinekurs NEUSTART dabei zu helfen. Oder auch mit meinem Buch. Innerer Frieden ermöglicht äußeren Frieden.

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