„Fridays for Future“

16. März 2019 | Gundula Schielicke

„Unser Lebensmodell ist ein Auslaufmodell.“

Ein Satz aus meinem Buch. Unsere Kinder wissen, dass das so ist. Zumindest spüren sie es. Es ist an der Zeit, dass die Erwachsenen es auch wieder spüren. Wir haben in uns lebenserhaltende Kräfte. Eigentlich. In den meisten Erwachsenen sind diese aber lahmgelegt. Durch unsere Erziehung. Durch unseren Umgang miteinander. Wir lehren einander das Fürchten. Wehe, wenn einer aus der Reihe tanzt. Das macht man nicht.

DOCH. WIR ALLE MÜSSEN JETZT AUS DER REIHE TANZEN. Wenn wir als Menschheit überleben wollen. Um nichts Geringeres geht es.

Auszeichnungen sind toll. Ändern aber überhaupt nichts an den Gegebenheiten. Wir alle müssen Verantwortung übernehmen für unser Handeln. Wir alle müssen verantwortlich handeln. Verantwortlich handeln heißt in diesem Fall: anders handeln als bisher. Wenn wir überleben wollen. Wir alle müssen aufhören, Dinge zu tun, die unserer Umwelt schaden. Wir müssen auch aufhören, Dinge zu tun, die uns selbst schaden. Wenn wir aufhören, Dinge zu tun, die uns selbst schaden, können wir auch aufhören, Dinge zu tun, die unserer Umwelt schaden. Wenn wir aufhören, Dinge zu tun, die der Umwelt schaden, können wir auch aufhören, Dinge zu tun, die uns selbst schaden. Das ist das Leben. Wenn wir das begriffen haben, können wir leben.

Wirklich leben. Nicht nur überleben. Mit dem Leben haben wir meiner Empfindung nach noch gar nicht angefangen. Es besteht bei uns darin, dass einer dem anderen vorschreibt, was er zu tun und zu lassen hat. Das hat für mich nichts mit Leben zu tun. Mit dieser Lebenseinstellung können wir auch unsere Probleme nicht lösen. Wir können es mit offenem Herzen und mit offenem Verstand. Wir können unsere Natur retten, wenn wir beginnen, unsere Natur zu leben.

Wer sich darüber aufregt, dass unsere Kinder die Schule schwänzen, dem sage ich dieses: Das ist unser kleinstes Problem. Wer das als Problem sieht, hat nicht verstanden, in welcher Situation wir uns befinden. Die meisten Erwachsenen schlafen. Unsere Kinder versuchen, uns aufzuwecken. Sie wollen leben. Wer will es ihnen verdenken. Außerdem: Unsere Kinder wenden ihr erworbenes Wissen an. Jeder Lehrer sollte stolz auf solche Schüler sein. Wissen ist nicht dazu da, um Tests darüber zu schreiben, sondern um unser aller Leben zu gestalten. Im Einklang mit der Natur – wie wir spätestens jetzt lernen dürfen. Wir sollten nun endlich damit anfangen. Es ist dringend notwendig. Damit unser aller Leben kein Auslaufmodell wird.

„Der Mensch braucht die Natur, die Natur den Menschen nicht. Der Mensch ist Teil der Natur, er ist ihr nicht übergeordnet. Erst wenn er das begreift, hat er eine Überlebenschance.“ Richard von Weizsäcker https://www.aphorismen.de/zitat/180964

„Mit unserem bisherigen Sein sind wir in der Sackgasse der Kriege, Kämpfe und Vernichtung gelandet. Wir vernichten nicht nur uns gegenseitig, sondern wir wirtschaften sogar sehenden Auges unsere Erde, also unsere Lebensgrundlage, herunter und verfangen uns in unendlichen Diskussionen darüber, wie wir uns mit Geld aus der Verantwortung für den Erhalt der Erde herauskaufen können. Diese Macht schreiben wir dem Geld zu. Diese Macht existiert nicht. Geld ist nichts angesichts eines immer unharmonischer werdenden Gleichgewichts der Erde. Wir Menschen haben die Macht, die Voraussetzungen auf der Erde als unsere Lebensgrundlage zu vernichten. Wir hätten auch die Macht, das Gleichgewicht wieder herzustellen. Das entscheidet über unser Sein und Nichtsein. Wir haben hier eigentlich keine Wahl. Dennoch tun wir so.“ Noch ein Zitat aus meinem Buch „Leichter lernen, handeln, leben. Motivation und Evolution“.

Wir haben keine Wahl und es ist nicht mehr fünf vor zwölf. Es ist bereits eine Minute vor zwölf. Ich wüsste nicht, warum ich den Wissenschaftlern nicht glauben sollte. Die ersten Klimaveränderungen sind doch bereits spürbar.

Und dennoch sollten wir nicht aus Angst und im Drama handeln. Wer Angst hat, kann nicht klar denken. Wir spulen dann nur unsere reflexartigen Stressreaktionen von Kampf und Flucht ab. Damit haben wir uns in die aktuelle Situation hineinmanövriert. Besser ist: tief durchatmen und gedanklich einen Schritt hinter sich selbst treten und die Situation sachlich betrachten. Miteinander wertschätzend und sachlich reden. Mit klarem Kopf und offenem Herzen finden wir Lösungen, die uns aus der Krise herausführen.

https://fridaysforfuture.de

https://www.scientists4future.org/stellungnahme/

Hier zum Spiegelartikel von Nick Heubeck, einem Studenten, der sich auch für den Klimaschutz einsetzt und der die Eltern in diesem Artikel auffordert, sich an den Freitags-Demonstrationen zu beteiligen: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/fridays-for-future-auch-eltern-muessen-auf-die-strasse-a-1257981.html

Noch etwas: Greta ist Asperger. Asperger ist keine Krankheit. Asperger sind authentisch und selbstbestimmt. Das mag unsere Gesellschaft gar nicht. Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe die Krankheit des Sich-Versteckenmüssens und des Sich-Kleinmachenmüssens überwunden und fühle mich nun als Asperger pudelwohl. Mit mir selbst. Mit meinen lieblosen, kontrollierenden und manipulierenden Mitmenschen nach wie vor nicht.

Die Natur lässt sich nicht manipulieren. Menschen, die zu ihrer Natur gefunden haben, auch nicht mehr.

Kaputte Menschen schaffen eine kaputte Erde. Solange die Menschen sich weigern zu heilen, kann auch die Erde nicht heilen. Dessen sollten wir uns bewusst sein. 

© 2019 Gundula Schielicke, Lehrerin für die Transformation von Herz und Verstand

Ich unterstütze mit meiner Arbeit Menschen, die in ihre eigene Kraft kommen möchten, um so ein erfülltes Leben im inneren Gleichgewicht führen zu können und die bereit sind, dafür in sich selbst etwas zu verändern. Ich freue mich darauf, dir mit Beratung, Coaching, meinem Onlinekurs NEUSTART und energetischem Heilen dabei zu helfen. Oder auch mit meinem Buch. Innerer Frieden ermöglicht äußeren Frieden.

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